Profimannschaft 31.03.2015, 12:15 Uhr

17. AUSTRIA-SAISON IST FÜR GLATZER EINE BESONDERE

Der neue Chefcoach Andreas Ogris und sein Assistent Robert Sara sind Symbolfiguren des FK Austria Wien. Mit Christoph Glatzer als "junger" Assistenz-Trainer der Profimannschaft rückte hingegen ein in der Öffentlichkeit (noch) nicht so „bekannter“ Violetter in den Fokus.

17. Austria-Saison ist für Glatzer eine besondere

Christoph Glatzer ist der Bruder des früheren Austria-Kickers Rene Glatzer und bereits in seiner 17. Saison beim Klub. „Es ist etwas Besonderes, von Ogris gefragt zu werden, ob man ihn im Trainerteam unterstützten möchte“, erzählt Christoph von seiner Beförderung.

Ogris und Christoph Glatzer kennen einander seit 2000, als das Duo gemeinsam die UEFA-A-Trainerlizenz erworben hat. „Seit damals ist der Kontakt nie abgerissen und wurde intensiver, als Andi als Individualtrainer in unsere Akademie gekommen ist“, sagt Glatzer.

Trainer-Mischung aus drei Generationen

Zeigt auch im Training vollen Einsatz: Christoph Glatzer

Für ihn sei es interessant, wie die drei Generationen des Trainertriumvirats den Fußball interpretieren. Generell, so Glatzer, müsse man den Fußball ja nicht neu erfinden. Es gebe bestimmte Abläufe und Muster, die schon vor Jahren Gültigkeit hatten und die nach wie vor gültig seien.

„Ich glaube trotzdem, dass vielleicht meine Sichtweise aus einer jungen Generation das ergänzt und wir uns zu dritt auf einen Nenner hinbewegen werden“, meint der Niederösterreicher, der am 10. Juni 40 Jahre wird. Ogris (geboren 7.10.1964) ist ein Fünfziger, Sara (9.6.1946) zählt 68 Lenze.

Diese gesunde Mischung aus drei Austria-Generationen soll den Violetten neuen Schwung im Saison-Finish verleihen. „Wir von der Trainerseite werden jeden Tag sehr, sehr hart mit der Mannschaft arbeiten und alles versuchen, sie in jedes Spiel bestmöglich vorbereitet zu schicken“, versprach Glatzer im Namen seiner Kollegen.

Und er hofft, dass auch alle anderen im Verein mit Begeisterung und Überzeugung das Ziel „Europacup-Startplatz“ verfolgen. „Ich denke, dass es uns gelingen wird, den Funken auf unsere Fans überspringen zu lassen, dass wirklich jeder Stadion-Besucher erkennt, wie unser Spiel ausgerichtet ist und was wir im Spiel verfolgen“, meint Glatzer.

Glatzer glaubt an zwei Europacup-Chancen

Christoph Glatzer: "Wir haben die Qualität."

Auch wenn der Punkte-Rückstand in der tipico Bundesliga zuletzt wieder angewachsen ist (sechs Zähler hinter Rang fünf), glaubt er, dass noch beide Wege, also auch jener über den ÖFB-Samsung-Cup, ans Ziel namens internationales Geschäft führen würden.

„Wenn es uns gelingt, mit der Mannschaft ein Konzept zu entwickeln, an das jeder glaubt, an das sich jeder während der Trainingswoche und dann in jedem Spiel anhalten, klammern kann, bin ich überzeugt, dass wir genug Qualität in der Mannschaft haben, über die Liga den Europacup zu erreichen“, gibt sich Glatzer optimistisch.

Für das Pflichtspieldebüt des Trainertrios gäbe es freilich leichtere Gegner als RB Salzburg am Samstag (16:00 Uhr) in der Fremde zum Auftakt der 27. Runde. Aber man muss es nehmen wie es kommt. Gegen den Titelverteidiger und Tabellenführer kann der FK Austria Wien nur gewinnen.

Gegen Salzburg ist alles möglich

Wie sieht es Glatzer? „In dem Spiel ist alles möglich. Es kann sehr gut für uns laufen, weil wir uns gezielt darauf vorbereiten können. Wir sind sicher in der Position, in der eine große Überraschung möglich ist“, glaubt der Ogris-Assistent.

Natürlich könne man nicht sagen, wie das Spiel ablaufen werde, wie es ausgehe. „Man muss auch mit einem anderen Ausgang kalkulieren. Es wird wichtig sein, gemeinsam mit der Mannschaft eine Linie zu finden, auf der wir aufbauen können“, sagt Glatzer.

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Sonntag, 23. Juli 2017 16:30 Uhr ics Programm: Altach - FK Austria Wien Ort: Altach
Montag, 24. Juli 2017 16:00 Uhr ics Programm: Training Ort: Steinbrunn
Dienstag, 25. Juli 2017 10:00 Uhr ics Programm: Training Ort: Steinbrunn

Dabei ist sein wichtiger Part wie vor jeder Partie die Gegner-Analyse und alles was damit zusammenhängt. Zuerst studiert er Videos alleine und schaut sich diese dann gemeinsam mit den Spielern an. „Und nach Rücksprache mit dem Cheftrainer wird das Training geplant und werden Schwerpunkte gesetzt“, skizziert der Co seine Tätigkeiten.

Was den körperlichen Aspekt der Spieler betrifft, werden die jeweiligen Einheiten zwecks Steuerung außerdem mit Athletik-Trainer Martin Mayer abgesprochen und gezielt auf die individuellen Bedürfnisse festgelegt. Der Countdown für Salzburg läuft voll an, wenn die vielen Teamspieler von den Auswahlen zurückkehren.

Glatzer wurde 1999 von Nachwuchs- und Akademie-Leiter Ralf Muhr zur Austria geholt. Ihm verdankt er letztlich die Chance, dass er vom Akademie- in den Kampfmannschaftsbereich wechselte. Mit Muhr hat er schon viel erlebt, viel hospitiert und für die ÖFB-Trainer-Fortbildung Vorträge vorbereitet.

Der Göttlesbrunner hat zuletzt die U15 betreut und davor im Nachwuchs sämtliche Mannschaften trainiert. Dazwischen war der 39-Jährige unter Thomas Janeschitz als Co-Trainer bei unseren Amateuren und zweimal als ÖFB-Asisstent unter Paul Gludovatz und Ernst Weber tätig.

Als aktiver Spieler blickt Glatzer auf viele Spiele in der Regionalliga zurück. „Im Alter von 22, 23 Jahren habe ich mich dann für die Trainerkarriere entschieden, da ich die Möglichkeit erhielt, bei der Vienna im Nachwuchs zu arbeiten“, erzählt Christoph von seiner Wandlung vom Spieler zum Trainer.