Allgemeine News 15.01.2015, 09:26 Uhr

ORTLECHNER: "EINE SPANNENDE ZEIT FÜR DEN KLUB!"

Manuel Ortlechner, seit fünf Jahren Innenverteidiger des FK Austria Wien, verrät, wie aus 2015 ein gutes Jahr werden kann.

Ortlechner: "Eine spannende Zeit für den Klub!"

Die Suche nach einem ruhigen Plätzchen in Kabinennähe ist 45 Minuten vor Trainingsbeginn kein einfaches Unterfangen mehr. Kapitän Manuel Ortlechner gibt sich für das erste Interview im neuen Jahr dennoch alle Mühe.

Im Reha-Raum legen drei Therapeuten Hand an, im Fitness-Bereich teilen sich ein Dutzend Spieler Ergometer und Soft-Matten – also wird’s der Frühstücksraum. „Wenn ich mir die Jungs ansehe… da ist jeder motiviert und heiß darauf, den Herbst vergessen zu machen“, sagt Orti – und lässt die vergangenen sechs Monate ein letztes Mal Revue passieren.

Manuel Ortlechner beim Interview mit fk-austria.at

„Die Art, wie wir uns im Herbst präsentiert haben, gespielt haben – das war nicht das, was sich der Klub und die Spieler selbst vorstellen, nicht das, wie die Fans uns sehen wollen“, gesteht der 34-jährige Langzeit-Kapitän.

"Neue Ziele gesteckt"

Ortlechner spürt, dass die Winterpause „von jedem genutzt wurde, um die Gedanken zu sortieren und neuen Mut zu fassen“. Freilich auch unser Captain selbst, der seine Ziele regelmäßig niederschreibt – und gegebenenfalls auch Korrekturen vornimmt. „Das musste ich aufgrund des Herbstes schon. Ich habe die Situation in der Winterpause für mich analysiert und mir auch wieder neue Ziele gesteckt.“

Zehn Pflichtspiele absolvierte der Innenverteidiger im Frühjahr. Da wie in der verbleibenden Zeit „versuche ich, der Mannschaft zu helfen, so gut es geht. Denn darum, das muss jedem klar sein, geht es am Ende des Tages.“

Ortlechner blickt mit ansteckender Begeisterung nach vorne. „Ich bin sehr neugierig, was die nächsten Wochen bringen werden. Das ist eine spannende Zeit für den Klub“, weiß der Innviertler, der auf den bevorstehenden Personenwechsel in der sportlichen Führungsebene anspielt.

Institution geht, Institution kommt

Mit Franz Wohlfahrt übernimmt demnächst eine violette Institution das Amt des Sportdirektors – Ortlechner kennt ihn unter anderem aus dem Nationalteam, wo dieser als Torwart-Trainer fungierte. „Es gibt im A-Team wahrscheinlich keinen Spieler, der ihn nicht schätzt und mag. Seine kommunikative Art ist stets sehr gut angekommen, dazu hat er einiges an Erfolgen aufzuweisen. Ich denke, dass er voll motiviert ist und bin auch davon überzeugt, dass er nach und nach auf alle zukommen wird, sich mit allen austauschen wird.“

Dass mit Thomas Parits „ein Mann, der so unglaublich viel für den Klub geleistet hat, den Weg frei macht“, sei ebenfalls eine besondere Situation. „Wir hatten ein sehr wertschätzendes Verhältnis. Wenn wir etwas abgemacht haben, dann wurde das auch eingehalten. Er hat uns Spieler immer fair und korrekt behandelt, seine Tür stand und steht immer offen für uns.“

Ortlechners Appell

Jetzt gilt es umso mehr, dass alle an einem Strang ziehen – und da nehme ich wirklich niemanden aus. Wir sitzen alle in einem Boot. Spieler, Trainer, Betreuer, Mitarbeiter, Organisation und Administration, Fans. Nur so geht es. Manuel Ortlechner

Dass Ortlechners Vertrag im Sommer ausläuft, sei eine gängige Situation im Fußball. Darüber, wie die Zukunft aussehen könnte, hat er sich freilich ebenfalls schon den einen oder anderen Gedanken gemacht, preisgeben will er aber noch nichts. „Schau ma, der Ball liegt beim Verein“, wischt er etwaige weitere Fragen mit einem Lächeln vom Tisch.

Und ohnehin zähle im Moment nur eines: „Die Austria zurück auf die Erfolgsspur zu bringen.“

Kraft seiner Erfahrung kennt er auch das Rezept dafür. „Jetzt gilt es umso mehr, dass alle an einem Strang ziehen – und da nehme ich wirklich niemanden aus. Wir sitzen alle in einem Boot. Spieler, Trainer, Betreuer, Mitarbeiter, Organisation und Administration, Fans. Nur so geht es.“