Profimannschaft 08.01.2015, 14:43 Uhr

KÄMPFERTYP HARRER GENIEßT DIE VORBEREITUNG

Zeit zur Erholung blieb für Martin Harrer im Winter-Urlaub kaum. Er zog sein Reha-Programm durch und belohnte sich am Montag mit der Rückkehr ins Mannschaftstraining selbst.

Kämpfertyp Harrer genießt die Vorbereitung

Wer zurzeit durch Wien-Favoriten spaziert und selbst bei starkem Wind, Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt stark schwitzende junge Männer ortet, der befindet sich höchstwahrscheinlich nur unweit von der Generali-Arena entfernt.

Täglich zweimal bittet Austria-Trainer Gerald Baumgartner seine Schützlinge seit Montag auf den Trainingsplatz. Und das, was dann folgt, beinhaltet nicht ausschließlich die angenehmen Facetten des Berufs. Denn neben Trainingsspielchen und Technik-Übungen zählen auch ausgedehnte Ausdauer-Komponenten zum täglichen Fixpunkt…

Trainingsauftakt 2015

… und dennoch: Für Martin Harrer gibt es zurzeit nichts Schöneres. Am Montag konnte der 22-Jährige erstmals seit seinem Anfang November zugezogenen Bänderriss im Knöchel wieder mit der Mannschaft trainieren.

Richtig durchgehendes Teamtraining, mit den Kollegen auf den Platz zu gehen und zu wissen, man könne alles mitmachen – da freut man sich schon, das ist toll“, verrät der Angreifer. Seit seinem 14. Lebensjahr kickt er für Violett – aber diese Erfahrung war auch für ihn etwas Neues.

„Ich durfte im Herbst gegen Sturm eine halbe Stunde spielen und habe mir leise Hoffnungen  gemacht, dass ich auch eine Woche später im Derby Einsatzzeit bekommen würde“, blickt Harrer zurück. „Dann passierte dieser Unfall im Training. Das war ein Schock. Aber ich bin ein Kämpfertyp, werde immer wieder zurückkommen.“

Ich hatte wirklich eine super Reha Martin Harrer

Noch am gleichen Tag war Harrer operiert worden, ehe zwei Wochen später der Gips abgenommen und ein umfassendes Reha-Programm gestartet wurde. „Ich hatte wirklich eine super Reha, Physiotherapeut Freddy Siemes und Sporttherapeut Clemens Marent, um nur Zwei zu nennen, haben mich bis in die Winterpause hinein super unterstützt.“

Besuch beim Weißen Ballett

So kam es, dass Harrer mit der Ausnahme von vier Urlaubstagen in Madrid, wo sein internationaler Lieblingsklub Real zuhause ist und Martin die Möglichkeit einer Stadionführung nutzte, fast täglich in seiner steirischen Heimat trainieren konnte. Eine Kooperation mit einem nahegelegenen Fitnesscenter machte es möglich.

Harrer trainierte auch Ende Dezember und Anfang Jänner „beinahe durchgehend“, zog das mitgegebene Programm durch. Jetzt hofft er auf Einsatzzeit im Frühjahr: „Ich denke, das letzte halbe Jahr verlief nicht nur für mich, sondern für die ganze Austria-Familie enttäuschend. Aber ich habe neuen Mut geschöpft, fühle mich gut und hoffe, im Frühjahr mehr Spiele machen zu dürfen.“

Sechs Bundesliga-Partien im Herbst stehen drei Einsätze im Cup zur Seite. Stark: Im Cup scorte der Offensiv-Allrounder in jeder Partie jeweils einmal. Den Beweis, dass er für Zählbares sorgen kann, hat er somit bereits erbracht.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 12 28
2. FC Red Bull Salzburg 12 25
3. SK Rapid Wien 12 22
4. FK Austria Wien 12 18
5. FC Flyeralarm Admira 12 18
6. LASK 12 16
7. CASHPOINT SCR Altach 12 16
8. RZ Pellets WAC 12 12
9. SV Mattersburg 12 7
10. SKN St. Pölten 12 2
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