Profimannschaft 27.11.2014, 08:49 Uhr

SALAMON: "AUSTRIA SPIELT IMMER AUF SIEG"

Der FK Austria Wien bestreitet am Samstag (16:00 Uhr/live Sky Sport) zum Auftakt der 17. Runde in der tipico Bundesliga gegen die SV Ried sein letztes Auswärtsspiel des Jahres. Es ist dies das einzige Duell zweier Sieger des vergangenen Wochenendes.

Salamon: "Austria spielt immer auf Sieg"

Es ist daher kein Wunder, dass bei niedrigen Temperaturen in der Keine Sorgen-Arena ein heißer Tanz auf unsere Veilchen wartet. „Wir wissen um die Stärken der Rieder Bescheid. Das wird eine schwieriges, interessantes Spiel werden“, sagte Thomas Salamon vor der Abreise am Freitag ins Innviertel.

Wie die sechstplatzierten Violetten, die ihren dritten Liga-Sieg in Serie feiern könnten, befinden sich auch die „Wikinger“ im Aufwind, wie zehn Punkte aus den jüngsten vier Partien mit nur einem Gegentor beweisen. Diese Bilanz vermittelt Respekt, erzeugt aber keine Angst.

„Als Austria fährt man fast zu jedem Gegner in der Liga, um dort auf Sieg zu spielen. Das ist ganz klar“, meint Salamon trotz der Tatsache, dass die Rieder zuletzt daheim den SCR Altach nach neun Runden ohne Niederlage durch ein 2:1 gestoppt haben.

Bilder des 4:0 gegen Admira

„Sie sind auf alle Fälle im Aufwind, aber wir sind zuletzt mit den Siegen im Derby und gegen Admira auch positiv unterwegs. Wir wollen schauen, dass wir bis zur Winterpause jetzt die letzten drei Partien auch positiv bestreiten. Damit würden wir einen kleinen Lauf starten“, hofft „Sala“.

Der Absolvent der Austria-Akadmie, der von Juli 2008 bis Jänner 2014 beim SV Mattersburg und SV Grödig (Bundesliga-Aufstieg 2013) spielte, ist gegen die Oberösterreicher besonders motiviert. Denn sowohl als Grödiger als auch als Austrianer war ihm nämlich noch kein Sieg über die SV Ried gelungen.

Beim 0:0 (heim/27.7.2013) und 2:4 (auswärts/28.9.2013) wirkte der 25-Jährige bei Grödig, beim 2:2 (a/30.3.2014) bei Austria mit. Je einmal (3:0 h/7.12.2013 bzw. 3:1 h/13.9.2014) fehlte er wegen einer Muskel- bzw. Schienbein-Verletzung. Mit den Mattersburgern hatte er gegen Ried in sechs Spielen zwei Siege gefeiert und einmal remisiert. „Der erste Sieg als Violetter gegen Ried am Samstag ist fällig“, nimmt sich der Blondschopf vor.

Unsere Nummer 35 auf dem violetten Trikot hat zuletzt beim 4:0 über die Admira seinen ersten Saison-Assist in der Liga geleistet. Den Vorbereiter des 4:0 durch Alex Gorgon freute es, zum klaren Erfolg beigetragen zu haben. Im Samsung-Cup-Achtelfinale in Hartberg beim 6:0 hatte er erstmals getroffen. „Schau ma mal, ob sich im Herbst der erste Bundesliga-Treffer ausgeht.“

Voraussetzung ist jedoch, dass Salamon nach der Genesung von Markus Suttner (nach Muskelfaserriss zuletzt gegen Admira erstmals wieder auf der Bank) weiter zum Einsatz kommt. „Sala“ war am 18.10. in Altach nach wenigen Minuten für den ÖFB-Teamspieler eingesprungen und hat seither alle Partien durchgespielt.

Für Salamon war es in Altach ein „Kaltstart“, nachdem „Sutti“ wenige Minuten nach Beginn hatte ausscheiden müssen. „Der Trainer gab mir seitdem das Vertrauen und ich probiere das auch zu rechtfertigen. Solange er mich auf der Position einsetzt, werde ich alles geben“, versichert der in Stöttera bei Mattersburg geborene Profi.

Wir haben in den letzten drei Spielen die Chance, in der Tabelle wirklich vorne anzuschließen. Thomas Salamon

Jeder im großen Austria-Kader will spielen. „Es geht nicht immer, daher musst du im Training Gas geben. Wenn irgendetwas passiert, eine Verletzung oder Sperre, bekommt man eine Chance und dann musst du bereit sein. Ich habe gerade meine Chance und probiere sie bestmöglich zu nützen“, meint Salamon, der in der Liga bisher 14-mal dem Kader und fünfmal der Startelf (plus vier Einwechslungen) angehörte.

Normalerweise ist und war er eher immer offensiver und vom Mittelfeld ausgerichtet gewesen, doch hat er die Umstellung zum defensiveren Part des Verteidigers gut geschafft. „Es ist kein Problem. Im Leben muss man immer dazulernen und wenn ich vielseitig einsetzbar bin, dann ist das nur positiv für mich“, sagt der Suttner-Vertreter.

Egal, wen auch immer Trainer Gerald Baumgartner letztlich aufstellen wird – im Mittelpunkt muss die Mannschaft und der gemeinsame Erfolg stehen. „Wir haben in den letzten drei Spielen die Chance, in der Tabelle wirklich vorne anzuschließen“, sagt Salamon und fügt im Namen seiner Mitstreiter hinzu: „Wir werden alles dafür tun, um uns vorne festzusetzen und dann im Frühjahr attackieren zu können.“

Wenn man sich den mühsamen Liga-Start mit sieben sieglosen Runden (0-5-2) in Erinnerung ruft, dann steht die Austria jetzt mit 22 Punkten und nur zwei Zählern hinter dem drittplatzierten SCR Altach nicht mehr ganz so schlecht da. Übrigens haben die Violetten ihren holprigen Beginn in der achten Runde beendet. Der Gegner hieß damals SV Ried und wurde 3:1 bezwungen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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