Profimannschaft 17.11.2014, 14:02 Uhr

KVASINA TRÄUMT VON DEBÜT IN VIOLETT

Als nächster Youngster nach Tarkan Serbest, der am 18. Oktober in Altach seine Bundesliga-Premiere gegeben hat, fiebert mit Marko Kvasina ein weiteres der Talente des FK Austria Wien seinem Profidebüt in der tipico Bundesliga entgegen.

Kvasina träumt von Debüt in Violett

„Ich hoffe, es wird bald dazu kommen. Jeder will in der höchsten Liga spielen. Es ist ein tolles Gefühl vor vielen Fans zu spielen“, sagt Marko Kvasina, nachdem er vorigen Sonntag erstmals als Jung-Profi von der Tribüne das rassige Wiener Derby im Happel-Stadion miterlebt und am Dienstag in Krems ein Tor erzielt hatte.
 
Vielleicht kann „Kvasi“, der wegen seiner Sperre unseren Amateuren am Freitag (19:00 Uhr) in der letzten Herbst-Runde der Ostliga (15 Einsätze/7 Tore) auswärts gegen die Mattersburg Amateure nicht zur Verfügung steht, seinen Debüt-Traum schon am 22.11. in der Generali-Arena gegen Admira Wacker Wirklichkeit werden lassen.
 
„Der Trainer hat mir gezwitschert, dass ich dabei sein könnte“, verriet der Stürmer und wird dafür wie stets im Training alles geben, um sich erstmals bei den Profis beweisen zu können. Der Rechtsfuß, der bei seinen Eltern mit kroatisch-bosnischen Wurzeln wohnt, gehörte schon einmal, am 25.10. zuhause gegen SC Wr. Neustadt, dem Profi-Kader an.
 
Gegen die Niederösterreicher stand übrigens Serbest erstmals in der Startelf von Gerald Baumgartner. Wie der Coach hält auch Ex-Stürmer Thomas Parits viel von Kvasina. Er sei ein talentierter Angreifer, zeige beeindruckende Präsenz auf dem Platz. Wenn er weiter hart an sich arbeite und seine Entwicklung fortsetze, habe er viele Möglichkeiten, meinte der Sportvorstand.
 
Solche Worte tun jedem jungen Spieler gut, verleihen Mut. „Das pusht mich, gibt noch mehr Selbstvertrauen“, erklärt Kvasina, den Vorschusslorbeeren nicht belasten, sondern eher das Gegenteil bewirken. Im Sommer 2011 von der Vienna geholt und seit 1. Jänner 2014 im Profikader, weiß er ganz genau, wohin seine Karriere führen soll.

Man kann das nur mit Selbstvertrauen angehen und stets alles geben Marko Kvasina

„Im Profi-Geschäft Fuß fassen, Stammspieler in der höchsten Liga werden, in erster Linie bei der Austria und dann vielleicht einmal im Ausland“, lauten die Etappenziele des Youngsters mit der Rückennummer 27 auf dem Trikot, der Mitte Oktober im U19-Nationalteam in der EM-Quali in Litauen beim 5:1 gegen Deutschland mit zwei Toren und einem Assist Matchwinner war.
 
Markos Aufstieg ging rasant vonstatten. Der junge Mann, der vier Tage vor Weihnachten seinen 18. Geburtstag feiert, gehörte dem U17-, U18-Team an, war 2013 U17-WM-Teilnehmer in den Vereinigten Arabischen Emiraten und erzielte im Herbst 2014 in der UEFA Youth League gegen den späteren Finalisten Benfica Lissabon beim 1:4 das Ehrentor zur 1:0-Pausenführung.
 
Seine bisher erfolgreiche Laufbahn erklärt sich Kvasina einfach damit, dass er nie aufgegeben habe. „Ich habe immer an mir weiter gearbeitet und dann kommt auch das nötige Glück dazu, so kam alles von alleine.” Es ist durchaus möglich, dass er einmal in die Fußstapfen großer früherer Austria-Stürmer treten kann.
 
Toni Polster, Andreas Ogris, Tibor Nyilasi, Roland Linz oder zuletzt Philipp Hosiner und jetzt Omer Damari, um nur einige zu nennen. Diesbezüglich gibt es ja viele große Erben. „Vor allem die Fußstapfen von Toni Poster und Andi Ogris sind riesengroß. Man kann das nur mit Selbstvertrauen angehen und stets alles geben“, sagt das Torjäger-Talent, das privat von Freundin Anna begleitet wird.

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Bei der Austria habe man außerdem gute Mitspieler, durch ihre Zuspiele komme man zu vielen Chancen und könne so Tore erzielen, so „Kvasi“, der den Kroaten Mario Mandzukic (derzeit Atletico Madrid) als sein Vorbild nennt. Von der Körpergröße, die er von seinem Vater (ebenfalls 1,94 m), einem Ex-Basketballer, erbte, hat er den Ex-Bayern (1,87 m) schon übertroffen.
 
Das Kopfballspiel, die Robustheit und der Abschluss, diese Tugenden zählt Kvasina zu seinen Stärken und er weiß natürlich auch, wo er zulegen muss: Im Gegenpressing und in der Ausdauer. „Und mit dem linken Fuß muss ich noch ein bisschen trainieren“, gibt er offen zu.
 
Kvasina ist in erster Linie ein Stürmer für die vorderste Front. Als klassischer Mittelstürmer, alleine vorne, fühlt er sich am wohlsten. „Bei den Amateuren von Andy Ogris habe ich aber auch schon auf der Zehner-Position hinter der Spitze gespielt, meist neben Sascha Horvath als zweitem Zehner“, erzählt der Jung-Angreifer.
 
So oder so, Kvasina, der einen bis Sommer 2016 gültigen Vertrag mit Option auf eine weitere Saison besitzt, weiß: „Ich bin bisher ohne große Blessuren geblieben, verletzungsfrei soll es auch in Zukunft weitergehen.“
 
Der Hüne, der derzeit mittels Fernstudium für die Matura büffelt, ist überzeugt, dass die Austria am Ende der Saison die Qualifikation für einen Europacup-Bewerb schaffen wird. „Wenn wir so weitermachen, dann ist es machbar, zumindest den dritten Tabellenrang zu erreichen“, glaubt Kvasina nach drei Siegen und einem Remis in den jüngsten fünf Pflichtspielen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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