Profimannschaft 22.10.2014, 14:05 Uhr

SERBEST ERLEBTE ERSTE "STÜRMISCHE HERBSTTAGE"

Tarkan Serbest hat eine aufregende Woche mit drei absoluten Highlights hinter sich.

Serbest erlebte erste "stürmische Herbsttage"
Wiedersehen macht Freude: Tarkan Serbest und Ismael Tajouri (an Altach verliehen)

Zuerst durfte sich der 20-Jährige über die Vertragsverlängerung bis Sommer 2017 mit Option auf ein weiteres Jahr freuen, dann wurde er in den Kader des FK Austria Wien für das Altach-Spiel nominiert und schließlich feierte er gegen den Aufsteiger auch sein Debüt in der tipico Bundesliga.

„Es war ein sehr gutes Gefühl, erstmals in der höchsten Spielklasse für die Austria Luft zu schnuppern“, erzählte der defensive Mittelfeldspieler, der auch in der zentralen Abwehr eingesetzt werden kann. Serbest, der in der 80. Minute für Florian Mader eingewechselt worden war, gab im Rückblick zu, etwas nervös gewesen zu sein.
 
Trainer Gerald Baumgartner hatte den Rechtsfuß in keiner einfachen Phase, als die Vorarlberger auf das 2:1 drängten, aufs Feld geschickt, jedoch wird schon bei der Ausbildung unserer Spieler darauf geachtet, dass diese mit Druck umgehen können. „Ich denke, ich habe meine Aufgabe gut gelöst“, meinte Tarkan, der nicht so sehr an sich selbst, sondern mehr an die Mannschaft dachte. Schade sei, nicht drei Punkte geholt zu haben.
 
In den kommenden zwei Heimspielen in der Generali-Arena am Samstag gegen SC Wr. Neustadt (18:30 Uhr, Ticket-Infos) und eine Woche später gegen Sturm Graz (16:00 Uhr) soll die Aufholbedarf etwas befriedigt werden. „Da sind sechs Punkte Pflicht, viele Remis dürfen wir uns nicht mehr erlauben“, appelliert der Youngster.

Tarkan Serbest im Dienstagstraining mit Gerald Baumgartner (l.) und Marko Kvasina (m.)

Ob der Rechtsfuß auch gegen das Schlusslicht und dann gegen die Steirer im Kader stehen wird, hängt auch nicht zuletzt von der Fitness von James Holland und David de Paula ab, die im „Ländle“ wegen Verletzungen gefehlt haben. Er, Serbest, hofft nicht, dass sie neuerlich ausfallen, sondern so schnell wie möglich fit werden.
 
„Denn die beiden sind für unsere Mannschaft sehr wichtig“, begründet Serbest, der sich selbst im Training immer wieder beweisen will, für eine Nominierung bereit zu sein, auch wenn er an seinen kleineren Schwächen, die im körperlichen Bereich lägen, noch arbeiten und aufholen muss.
 
Zu seinen Stärken zählt der Wiener, der bei seinen Eltern mit türkischen Wurzeln wohnt, die Ruhe am Ball, das Lesen eines Spiels sowie präzise und gute Zuspiele. „Er ist einer jener Spieler, in die wir großes Vertrauen setzen. Er besitzt außergewöhnliches Spielverständnis“, meint unser Sportvorstand Thomas Parits über Serbest.
 
Die Worte des Ex-Teamstürmers sind keine Belastung, im Gegenteil, sie geben Serbest Selbstvertrauen. „Wenn er so über mich denkt, ist das super. Ich muss so weitermachen, an meine Leistungen anschließen, dann kommt alles hoffentlich von alleine“, blickt der Jung-Profi, der vor zehn Jahren vom SV Donau nach Favoriten geholt wurde, positiv in seine Zukunft.
 
Eine solche sieht übrigens auch Mario Leitgeb, der im Finish mit Serbest das violette Defensiv-Mittelfeld gebildet hat. „Die Austria wird mit ihm noch viel Freude haben“, lobte der Steirer seinen jungen Nebenmann. Er besitze großes Potenzial, eine super Technik, ein gutes Auge, sei ein sehr guter Fußballer, ein klassischer Sechser.
 
Dass der Gelobte bei den Profis die Rückennummer 36 auf seinem Dress trägt, hat laut Tarkan einen plausiblen Grund. Ihm standen 34, 36 und 38 zur Auswahl, er hat sich letztlich für 36 entschieden, weil darin nämlich der Sechser enthalten ist, der seine Position innerhalb der Mannschaft am besten widerspiegelt.
 
Der talentierte Mann machte auch schon harte Zeiten in seiner noch jungen Profikarriere durch. Im Sommer 2014 hat er wegen eines Schulterkapseleinrisses einen Monat der Vorbereitung verpasst. „Jetzt bin ich fit und auf dem Level der Mannschaft“, erklärte Serbest, der sich die Verletzung im vorletzten Ostliga-Spiel der Amateure zugezogen hatte.
 
Wie alle Violetten blickt Serbest mehr in die sportliche Zukunft und nicht zurück. „Ich hoffe natürlich, dass wir diesmal den internationalen Startplatz schaffen werden. Wir sind ja auch noch im Samsung-Cup dabei“, sagte Serbest, der in den letzten zwei Runden 2013/14 erstmals im Profi-Kader dabei gewesen war. Vielleicht gibt er am Dienstag (20:30 Uhr/live ORF Sport +), wenn der Rekordcupsieger im Achtelfinale beim TSV Hartberg antritt, eine weitere Premiere. Als Profi war Tarkan noch nie im Pokal dabei.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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