Profimannschaft 05.12.2014, 08:35 Uhr

SUTTNER VOR COMEBACK IN DER STARTELF

Der FK Austria Wien empfängt am Nikolaus-Tag (von 13-16 Uhr verteilt der Nikolo Süßigkeiten im Megastore) seinen Nachfolger als Meister, Salzburg, in der Generali-Arena - voraussichtlich mit Markus Suttner.

Suttner vor Comeback in der Startelf

Geschenke in Form von Punkten wird es am Samstag (ab 16:00 Uhr, Ticket-Infos) nicht geben – man wird sich Zähler hart erarbeiten müssen.

„Wir wissen natürlich um die Qualität der Salzburger. Aber ich glaube, man hat auch gesehen, wie man sie besiegen kann. Wir gehen nach unseren zwei Siegen zuletzt gegen sie mit einem guten Gefühl ins Spiel“, sagt Markus Suttner.

Er hofft jedenfalls, dass man wieder einen Dreier holen könne. Wie am 26.3.2014 daheim mit dem 3:0 und am 21.9.2014 auswärts mit dem 3:2. Vor eigenem Publikum hatte „Sutti“ das wichtige 2:0 erzielt und das 3:0 durch Alex Gorgon per Corner vorbereitet.

Natürlich hätten wir gerne ein paar Zähler mehr, was auch möglich gewesen wäre. Unsere Chancen auf die Europacup-Startplätze sind trotzdem intakt. Markus Suttner

Wie die Veilchen am Samstag vor eigenem Publikum auftreten müssen, hat der in der Defensive lange Zeit gut stehende WAC am vorigen Sonntag demonstriert. Die Kärntner mussten erst durch ein Elfer-Geschenk das 2:2 hinnehmen. „Sie haben es den Salzburgern ganz schwer gemacht“, meint Suttner.

Er vergleicht die „Bullen“ von heute mit der Austria vor ziemlich genau einem Jahr. „Ihnen geht es mit der Europa League so wie es uns mit der Champions League 2014 gegangen ist.” Nach einem internationalen Auftritt fehle in der Liga oft die nötige Konstanz.

„Diese Woche war aber kein Europacup-Spiel, daher müssen wir noch mehr aufpassen“, warnte der Kapitän vor dem Schlager der 18. Runde in der tipico Bundesliga vor dem frischgebackenen Halbzeit-Meister, der die Tabelle mit sechs Punkten Vorsprung auf den WAC anführt.

Die Violetten weisen als Sechster sechs Punkte Rückstand auf die Wolfsberger auf. „Natürlich hätten wir gerne ein paar Zähler mehr, was auch möglich gewesen wäre. Unsere Chancen auf die Europacup-Startplätze sind trotzdem intakt“, meint der 27-Jährige zuversichtlich.

Ein Blick auf die Tabelle mit dem dichtgedrängten Mittelfeld gibt ihm Recht. Suttner räumte ein, dass man „in gewissen Situationen nicht clever genug“ gewesen sei. „An dem müssen wir arbeiten“, forderte er alle zur kollektiven Anstrengung auf.

Comeback-Trainer des Markus Suttner
In seiner verletzungsbedingten Abwesenheit (drei Spiele/2:0 Wr. Neustadt, 0:3 Sturm Graz und 3:2 Rapid) habe die Mannschaft gute Spiele gezeigt und auch ein paar Siege geholt, um punktemäßig dabei zu. „Es ist leider so, dass wir nicht diese Konstanz reinbringen, um über drei, vier Partien eine Siegesserie zu haben“, so Suttner.
 
Aber die Realität wurde uns erst wieder in Ried vor Augen geführt, als unsere Veilchen in letzter Sekunde mit dem Ausgleich zum 1:1 bestraft wurden. Anstatt sich kurz davor mit dem 2:0 zu belohnen. Omer Damari und Marco Meilinger hatten nach toller Konter-Vorarbeit von Suttner das Tor auf dem Fuß gehabt.
 
Da spürte der Verteidiger wieder Schmerzen in dem Sinn, dass man den Sieg nicht mitgenommen hat. „Das war ganz bitter. Wir haben in diesem Herbst schon in zu vielen Spielen einen Sieg verschenkt“, kritisierte Suttner in Anbetracht des Liga-Höchstwertes von acht Remis.
 
Von diesen acht Unentschieden habe man sich ein paar selbst eingebrockt, gibt er zu. „Jetzt müssen wir trachten, dass wir die nötigen Punkte holen, damit wir nach der Winterpause vorne dabei sind“, appellierte der U20-WM-Dritte von 2007 in Kanada. Es ist für den Hit bereit, spürt von seiner Verletzung nichts mehr.
 
Suttner, der am 18.10. in Altach (1:1) in Minute sechs mit einem Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel ausgeschieden war, saß am 22.11. gegen die Admira (4:0) erstmals wieder auf der Bank und wurde in Ried in der 84. Minute für Daniel Royer ins Spiel gebracht. Er übernahm den Part von Thomas Salamon.
Ich glaube, wir lösen 2015 das EM-Ticket. Markus Suttner

Dieser hatte nach den meisten Ballkontakten (81) und den meisten Flanken (4) kurz vorher wegen Fouls mit Gelb-Rot vom Feld müssen. Für den Burgenländer, der als linker Abwehrmann Suttner gut vertreten hatte, war es in seinem 95. Liga-Spiel der erste Ausschluss. Übrigens weist die Austria erst zwei Platzverweise auf – ein Bestwert (wie Sturm und Ried) in der Liga.
 
Vor unseren letzten Heimspielen des Jahres – nach Salzburg kommt SV Grödig (13.12./18:30 Uhr) – hat Suttner in Sachen ÖFB-Team bereits seine Bilanz gezogen. „Das haben wir uns alle hart erarbeitet. Die Mannschaft ist zusammengewachsen. Ich glaube, wir lösen 2015 das EM-Ticket“, resümierte Suttner den Länderspiel-Herbst mit der Tabellenführung Österreichs in der Quali-Gruppe.
 
Als bestes Beispiel, dass das ÖFB-Team zu einer Einheit geworden ist, führte „Sutti“ die Partie gegen die Russen an: „Da hat man gesehen, dass wir auch ohne David (Anm.: Alaba) gegen einen starken Gegner gewinnen (1:0) können. Das ist ein gutes Zeichen, beweist, wie weit das Team schon ist.“, sagt Suttner, der seit Sommer Ehemann (von Andrea) ist und bei 13 Länderspiel-Einsätzen hält.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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