Profimannschaft 05.09.2014, 11:01 Uhr

FLORIAN MADER: "WIR SITZEN ALLE IM SELBEN BOOT"

Für manche kommt die durch den EM-Quali-Start des ÖFB-Teams am Montag (20:45 Uhr/Ernst-Happel-Stadion) gegen Schweden bedingte 14-tägige Liga-Pause gelegen. Florian Mader, unser Mittelfeldspieler, zählt nicht zu diesem Kreis.

Florian Mader: "Wir sitzen alle im selben Boot"

„Am liebsten wäre mir persönlich, und ich schätze auch der ganzen Mannschaft gewesen, wenn schon am Dienstag oder Mittwoch die nächste Partie gewesen wäre und wir den Turn around geschafft hätten“, sagte der Tiroler nach dem 1:2 des FK Austria Wien in der Südstadt.
 
Die zweite Saison-Niederlage und den in der siebenten Runde der tipico-Bundesliga hat Mader von der Tribüne der BSFZ Arena aus mitverfolgt.

Florian Mader im Nachspiel-Talk mit Daniel Royer

„So eine Situation will man zu keiner Zeit erleben. Zwei Wochen die Rote Laterne zu tragen, tut keinem Austrianer gut“, sprach der routinierte Tiroler im Namen aller Veilchen. Er glaubt, dass man das in der Liga-Pause nicht so leicht aus dem Kopf bringen könne.
 
Das Passierte sei verankert, man könne nicht völlig abschalten in der Zeit ohne Pflichtspiel, aber mit fast täglichem Training. „Es wird wichtig sein, dass wir uns mit der Situation befassen, Gedanken machen, wie man das ändern kann“, betonte unser Mann mit der Rückennummer 17.
 
Für Mader, der in dieser Saison in den ersten vier Pflichtspielen (inklusive ÖFB-Cup) viermal eingewechselt wurde und danach ebenso oft keinen Platz im Kader fand, war es schlimm, hilflos mitansehen zu müssen, wie seine Kollegen gegen die Südstädter in die Niederlage schlitterten.
 
„Die Untätigkeit ist für einen Fußballer das Schlimmste“, gestand der bald 32-Jährige, der am 14. September Geburtstag hat und in der vorigen Saison immerhin auf 36 Einsätze gekommen war. Die ungewohnte Perspektive in der Zuschauer-Rolle auf der Tribüne eröffnet ihm aber neue Blickwinkel.
 
Von oben schaue alles leichter aus, betrachte man auch die Dinge anders, meint er. Klar, spricht man danach auch über so manche Szenen. „Wir sitzen alle im selben Boot, und reden gewisse Sachen schon an. Man muss dabei allerdings vorsichtig sein, weil es auf der Tribüne prinzipiell alle besser wissen.“

Der Kader ist sehr groß, da gibt es Härtefälle. Für den Trainer ist es auch nicht immer leicht. Florian Mader

Wann wird man den dreifachen Meister (Wacker Innsbruck 2004 und SCR Altach 2005 jeweils in der Erste Liga sowie Austria Wien 2013) wieder im violetten Kader sehen? Er hofft, so bald wie möglich. Das, so der Routinier, werde die Zeit weisen, es sei immer die Entscheidung des Trainers, die habe er zu akzeptieren.
 
„Es wird mir attestiert, dass ich gut trainiere. Der Kader ist sehr groß, da gibt es Härtefälle. Für den Trainer ist es auch nicht immer leicht“, zeigt der Reservist Verständnis für Coach Gerald Baumgartner, auf dessen Truppe am 13. September (18:30 Uhr) die SV Ried als nächster Gegner wartet.
 
Die Innviertler gastieren an diesem Tag in der Generali-Arena und alle sehnen den Befreiungsschlag herbei. Mit den Oberösterreichern verbindet Mader eine besondere Beziehung. „Dort habe ich drei wunderschöne Jahre verbracht und 2011 den ÖFB-Samsung-Cup-Titel gewonnen“, erzählt der Mittelfeldspieler, der im Sommer 2011 zur Austria kam.
 
In den zwei Wochen ohne Liga-Spiel wird er nicht in seine Heimat Tirol reisen, um etwas Abstand vom Fußball zu gewinnen. „Meine Familie ist ja auch in Wien, hier fühle ich mich wohl. Und wenn ich einmal Zeit habe, ein bisschen abzuschalten, um den Kopf freizubekommen, bin ich froh, mich nicht acht Stunden ins Auto setzen zu müssen“, erklärt Mader.
 
Das Heim-Länderspiel gegen Schweden am Montag, für das mit Heinz Lindner und Markus Suttner zwei Austrianer einberufen wurden, lässt er freilich nicht aus. „Wir haben mit den Skandinaviern eine Rechnung offen. Es ist ein schöner Start, mit einem starken Gegner daheim, das Stadion wird voll sein und ich hoffe und denke, dass wir mit einem Sieg starten können“, drückt Mader dem ÖFB-Team die Daumen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 19
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. FC Flyeralarm Admira 9 15
4. FK Austria Wien 8 14
5. SK Rapid Wien 9 13
6. LASK 9 13
7. CASHPOINT SCR Altach 9 12
8. RZ Pellets WAC 9 11
9. SV Mattersburg 9 6
10. SKN St. Pölten 9 1
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