Allgemeine News 05.09.2014, 11:08 Uhr

"WIR HALTEN AN UNSERER PHILOSOPHIE FEST"

Markus Kraetschmer und Thomas Parits, AG-Vorstände des FK Austria Wien, beziehen Stellung zur aktuellen Situation.

"Wir halten an unserer Philosophie fest"

Eine in Tagen wie diesen nicht unübliche Anzahl an Anregungen, Anfragen und auch Beschwerden erreicht uns zurzeit. Sie alle bahnen sich ihre Wege in die wichtigen und entscheidenden Kanäle, werden registriert, gelesen und – wenn mit konstruktiven Absichten formuliert – auch beantwortet.

Unsere AG-Vorstände Markus Kraetschmer und Thomas Parits wissen nach dem enttäuschenden Saisonstart freilich um die Stimmungslage, teilen auf der einen Seite den Unmut vieler Austrianer, betonen aber zugleich, welche Attribute es braucht, um sich aus dieser Situation wieder befreien zu können.

„Fakt ist, dass die Verunsicherung der Spieler mit jedem Misserfolg steigt, dazu kommen eine schlechte Chancenauswertung, eine Portion Pech sowie falsche Entscheidungen und Lösungsversuche im Spiel. Wenn man sich die Tabelle ansieht, dann ist das als Fan, Spieler, Mitarbeiter, Abonnent, Mitglied, Vorstand – kurzum als Austrianer – absolut zum Schämen. Wir machen keinen Hehl daraus, dass diese Situation für uns alle nicht tragbar ist.“

Es muss uns auch bewusst sein, dass man nicht immer mit einem Schlag alles zum Guten verändern kann. Markus Kraetschmer & Thomas Parits

„Keine Diskussion gibt es über die Philosophie und die Person des Trainers. Wir haben in diesem Sommer beschlossen, dass wir einen neuen Weg gehen wollen. Wir wollen mit Gerald Baumgartner eine Linie hineinbringen. Freilich würden wir uns alle schnellere Fortschritte wünschen, aber es muss uns auch bewusst sein, dass man nicht immer mit einem Schlag alles zum Guten verändern kann.“

Neue Akzente im Spiel seien erforderlich. „Wir erwarten uns, dass wir aggressiver spielen und uns nicht Woche für Woche die Butter vom Brot nehmen lassen. Unsere Spieler müssen auch jenen Stolz auf dem Rasen zeigen, den wir uns in unserer Klub-Historie erarbeitet haben.“

Unmutsbekundungen wird Verständnis entgegengebracht, „allerdings muss auch jedem bewusst sein, dass wir nur gemeinsam wieder Erfolge feiern werden, wenn wir alle mit Herz und Leidenschaft an die Lösung unserer Aufgaben herangehen.“

Zudem seien in der am Montag zu Ende gegangenen Transferperiode einige Weichen für die Zukunft gestellt worden. Die Philosophie, jungen und talentierten Spielern in Form von Leihgaben zu Spielpraxis auf Profi-Ebene zu verhelfen, wurde neuerlich beherzigt. „Wir wollen sie anschließend als gereifte Spieler wieder zurückholen und noch weiterentwickeln. „Insgesamt stellen wir im Moment gleich sechs U19-Teamspieler – so viele wie kein anderes Team – und fünf A-Teamspieler in diversen Auswahlen.“

Selbst nach den jüngsten Leihgaben zählt der aktuelle 26-Mann-Kader der Profis noch 13 Spieler, die in der Austria-Akademie (mit-)ausgebildet wurden. Fünf dieser Talente (Tajouri bei Altach, Luxbacher und Gluhakovic bei St. Pölten, Michorl beim LASK, Grubeck bei Horn) sind zudem zurzeit an Klubs in der ersten oder zweithöchsten Spielklasse verliehen.

Am Rande sei noch vermerkt, dass unsere Amateure mit dem jüngsten aller Ostliga-Teams als Tabellenführer in den letzten Spieltag gingen und zurzeit zwei Zähler Rückstand auf den Leader aufweisen.

All diese Dinge gelte es zusätzlich zur negativen Situation auf Bundesliga-Ebene in Betracht zu ziehen, wenn man dieser Tage ein Gesamtbild der sportlichen Situation zeichnet. „Wir sind weder mit der Tabellensituation noch mit dem Auftreten der Mannschaft zufrieden. Die Ansprüche sind ganz andere. Wir müssen in der Länderspielpause ganz klar analysieren, in welche Richtung wir gehen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 35 78
2. FK Austria Wien 35 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 35 60
4. CASHPOINT SCR Altach 35 53
5. FC Flyeralarm Admira 35 46
6. SK Rapid Wien 35 43
7. SV Mattersburg 35 40
8. RZ Pellets WAC 35 39
9. SKN St. Pölten 35 37
10. SV Guntamatic Ried 35 35
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