Profimannschaft 29.09.2014, 07:39 Uhr

"EIN FLOTTES REMIS, ABER UNS FEHLTE DIE DOMINANZ"

Nach drei Pflichtspiel-Siegen en suite musste sich der FK Austria Wien am vergangenen Samstag mit einem Remis bei Grödig begnügen. Ein gerechtes Resultat, konstatierten beide Seiten nach Spielschluss. Ein Schluss, der auch von der Statistik bekräftigt wird.

"Ein flottes Remis, aber uns fehlte die Dominanz"

Jeweils ein gefährlicher Kopfball-Abschluss an die Innenstange auf jeder Seite waren die besten Möglichkeiten in einer flotten Partie. „Es gab einige Chancen auf jeder Seite. Das war ein 0:0, das man sich ansehen konnte aufgrund des Tempos im Spiel“,  sagte Austria-Trainer Gerald Baumgartner.

Nicht ganz so spritzig wie erhofft sei man ins Spiel gegangen, „auch haben wir einige Male nicht schnell genug in die Tiefe gespielt. Wir haben trotzdem die eine oder andere hundertprozentige Torchance kreiert.“

Austrias offensiver Aktivposten hieß unumstritten Daniel Royer. Er lieferte nach seiner Hüftverletzung ein starkes Comeback ab, fand die meisten Möglichkeiten der Veilchen vor (insgesamt 7 Torschüsse!), führte mit 22 so viele Zweikämpfe wie kein anderer Spieler am Platz (davon 54 Prozent gewonnen), gewann fünf seiner sieben Kopfballduelle und konnte dreimal nur via Foul gestoppt werden.

Alex Grünwald brachte 72 Prozent seiner Zuspiele zum eigenen Mann

„Das Resultat geht in Ordnung“, so Royer. „Grödig erwische den besseren Beginn, ehe wir richtig gute Möglichkeiten vorgefunden haben. In der zweiten Halbzeit haben sie es uns dann erneut nicht leicht gemacht. Alles in allem würde ich aber sagen, dass die Partie unseren Aufwärtstrend durchaus bestätigt.“

Royer war es eben auch, der einen stark angetragenen Kopfball an die Innenstange zirkelte – Markus Suttner hatte die maßgenaue Flanke gegeben. Ein Zufallsprodukt? Mitnichten. Unserem Linksverteidiger gelangen die meisten erfolgreichen Pässe ins Angriffsdrittel (13), 39 Prozent der Offensiv-Aktionen wurden zudem über unsere linke Seite vorgetragen (30 Prozent durchs Zentrum, 31 über rechts).

Doch auch die Grödiger versteckten sich mit ihren schnellen Spielern an den Seiten nicht, Stefan Nutz zeichnete im zentralen Mittelfeld aber für deren meisten Aktionen verantwortlich. „Sie sind zuhause ein unangenehmer Gegner“, wusste Baumgartner bereits im Vorfeld, „im Endeffekt sind wir nicht so dominant aufgetreten, wie wir uns das vorgenommen haben.“

Im Endeffekt sind wir nicht so dominant aufgetreten, wie wir uns das vorgenommen haben. Gerald Baumgartner

In der Tabelle machten die Veilchen unterdessen einen Platz gut, rückten nun mit zwölf Zählern auf Rang sechs vor.

Unser Heimspiel-Gegner der kommenden Woche, der WAC (jetzt Tickets sichern), setzte seinen Lauf fort, siegte dank eines Last-Minute-Treffers durch Ex-Austrianer Joachim Standfest mit 2:1 gegen die Admira und behauptete damit auch seinen Dreipunkte-Vorsprung auf das zweitplatzierte Salzburg. Die Mozartstädter, in deren Heimstätte wir in der Vorwoche einen 3:2-Sieg errangen, fuhren am Sonntag einen verdienten 2:1-Auswärtssieg gegen Rapid ein.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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