Profimannschaft 22.08.2014, 08:33 Uhr

ROYER: "WIR WISSEN, DASS WIR ES KÖNNEN"

Die violette Parole für das 310. Wiener Derby am Sonntag (16:30 Uhr) in der Generali Arena gegen Erzrivale Rapid hat Daniel Royer ausgegeben: „Hauptsache, die drei Punkte bleiben in Favoriten"“

Royer: "Wir wissen, dass wir es können"

Man wolle gewinnen und den Fans ein gutes Spiel zeigen, hofft der Mittelfeldspieler vor dem Abschluss der 6. Runde zur tipico-Bundesliga auf den Befreiungsschlag.

Am besten wäre ein starkes Spiel, ein attraktiver Fußball und der Sieg, so der Steirer. „Wenn es dann aber eine hart umkämpfte Partie wird und wir holen die drei Punkte, dann würden wir das auch nehmen“, sagt Royer und meint damit, dass es in dem Duell nicht um einen Schönheitspreis geht. Mit einem Dreier würden wir den Lo-kalrivalen in der Tabelle überholen.

Daniel Royer durfte in Graz den Führungstreffer bejubeln

Wieder die Nummer eins der Stadt zu werden, sei das „logische“ violette Ziel. „Das Spiel hat immer Brisanz, wir haben die vorige Saison nicht vergessen, daher wollen wir den Erfolg umso mehr. Das Derby ist für uns Spieler, den Verein und die Fans wichtig. Wir werden alles in die Waagschale werfen“, kündigte unser Flügelflitzer an.

2013/14 blieben die Veilchen in den vier Derbys ohne Erfolgserlebnis (0-1-3), wobei Royer jeweils zum Einsatz kam, in den Heimspielen in der Startelf stand. Es wird also höchste Zeit, dass unsere Veilchen wieder einen vollen Erfolg gegen den Rivalen landen. Der jüngste datiert übrigens vom 17.2.2013 mit 2:1 in Hütteldorf.

Der Faktor Glück soll nicht entscheiden

Die Austria läuft in der Liga acht Runden einem Dreier hinterher. Dieser statistische Fakt ist nach Meinung Royers ein bisschen Belastung und viel Ansporn, es zeigen zu wollen. „Wir wissen, dass wir es können, wir sehen das im Training. Vielleicht fehlte zuletzt auch ein wenig das Quäntchen Glück, obwohl man sich auf das nicht ausreden darf“, sagt unsere Nummer 28.
 
Royer und seine Kollegen wünschen sich, dass man nach einem 1:0 wie vorigen Sonntag in Graz gegen Sturm einmal ein zweites Tor nachlegen könne. „Dann würden wir befreiter aufspielen. Dazu fehlte bisher immer ein Äuzerl“, glaubt der Blondschopf, der in Graz mit seinem ersten Tor in dieser Liga-Saison das schnelle 1:0 erzielt hat.
 
Die Freude über den insgesamt elften Treffer in seinem 75. Liga-Spiel hielt sich wegen der Enttäuschung über das Remis (1:1) aber letztlich in Grenzen. Auch er trauerte den vergebenen Chancen in der ersten Hälfte nach. „Ein zweites oder vielleicht drittes Tor nachzulegen, ist genau das, was uns noch fehlt“, bemängelt Royer.
 
Dadurch würde man ein „Brüstl, mehr Selbstvertrauen und die nötige Leichtigkeit“ bekommen. Nach dem Ausgleich aus dem Nichts habe „wieder ein bisschen die Verunsicherung“ geherrscht. „Trotzdem haben wir versucht, bis zur letzten Minute nach vorne zu spielen, wobei jedoch hochkarätige Chancen ausblieben“, so Royer.

Im Derby haben wir eine gute Möglichkeit, uns für die kommenden Wochen eine gute Ausgangsposition zu schaffen. Daniel Royer

Er ist sich sicher, dass im Derby beide Mannschaften total auf Sieg spielen werden, weil in den vergangenen Wochen ihre jeweilige Punkteausbeute nicht optimal war. „Daher wollen beide natürlich umso mehr die drei Zähler, von dem her ist sicher richtig Brisanz in der Partie. Wir werden alles unternehmen, damit der Sieg in Favoriten bleibt“, versprach Royer.

Platz drei bis neun liegt eng beisammen

Für ihn schaut die Tabelle vor dem Duell des Neunten mit dem Siebenten momentan nicht so gut aus. „Aber wenn man genauer hinschaut, sind die meisten Mannschaften, sieht man von den Salzburgern und dem WAC ab, noch gar nicht so richtig in die Gänge gekommen – ohne den anderen Klubs nahezutreten“, merkte „Dani“ an. Die Austria trennen vom Dritten SV Grödig drei Punkte.
 
Daher glaubt Royer, der in dieser Saison bisher fünf Pflichtspiele (drei Tore/ein Assist) bestritt, auch: „Im Derby haben wir eine gute Möglichkeit, uns für die kommenden Wochen eine gute Ausgangsposition zu schaffen.“ Das Match gegen Sturm sollte unseren Violetten zusätzlichen Auftrieb geben, zumal unser schneller und trickreicher Flügelflitzer in Graz „einen bisschen Aufwärtstrend“ festgestellt hat.
 
Zu dem Marco Meilinger und Royer, Vorbereiter bzw. Vollstrecker, an den Flanken ihren Teil beigetragen ha-ben. Ob die Flügelzange auch im Derby zum Einsatz kommen wird, entscheidet Trainer Gerald Baumgartner. „Ich denke, dass sie in der ersten Hälfte in Graz ganz gut funktioniert hat. In dieser Woche haben sich alle Spieler im Training empfohlen“, meinte Royer.
 
Die Austria hat sich diese Woche konzentriert und ganz auf das Derby vorbereitet, um eine gute Leistung ablie-fern zu können. „Wir haben nur auf uns geschaut“, so Royer, der in Graz nach Luftduellen mit Todorovski aus der Nase blutete, schon zu Beginn der Woche Entwarnung gab: „Das war nicht so tragisch, es ist nichts Ernstes gewesen, es wurde ein bisschen ausgeteilt und eingesteckt.”

Linktipps:
+ Meilinger vor der Derby-Premiere+ Viola TV: Die Torhüter beim Training
+ Parits über Luxbacher und Co.
+ Ogris vor dem 310. Wiener Derby

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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