Profimannschaft 07.08.2014, 09:59 Uhr

LUXBACHER BLÄST ZUM ANGRIFF

Rückschläge haben oft auch etwas Gutes an sich, sie machen stark. Das trifft auf Bernhard Luxbacher voll und ganz zu.

Luxbacher bläst zum Angriff

Der 19-Jährige, der im Herbst einen Jungprofi-Vertrag erhielt und sein Bundesliga-Debüt gab, ist nach seinem im türkischen Trainingslager erlittenen Kreuzbandriss wieder zurück. Am Samstag (16:30 Uhr) verstärkt er in der vierten Runde in Wr. Neustadt die Daumendrücker des FK Austria Wien aber noch von der Tribüne.

Luxbacher & Co beim Ostliga-Auftakt
„Uns fehlt einfach das Erfolgserlebnis. Ich denke das wird am Samstag kommen“, macht der Wiener seinen Kollegen Mut und hofft wie alle in der violetten Familie auf den ersten Dreier in der Meisterschaft. Am Abend davor könnte er wieder die Amateure verstärken, wenn die Ogris-Truppe in der zweiten Ostliga-Runde in Parndorf (19:00 Uhr) antritt. Für „Luxi“, wie er gerufen wird, wäre es das zweite Pflichtspiel nach langer Pause.
 
Die ersten „Gehversuche“ hat der Wiener, der noch bei seinen Eltern in Wien-Donaustadt wohnt, bereits erfolgreich absolviert. Vorigen Freitag kam der offensive Mittelfeldspieler zum Ostliga-Auftakt daheim beim 2:1-Sieg gegen SV Mattersburg fast eine Stunde zum Einsatz. „Das erste Pflichtspiel nach rund sechs Monaten war ein überaus schöner Moment für mich“, erzählte er voll Freude.
 
Und er hatte dazu mit einem Assist auch ein persönliches Erfolgserlebnis. Das Comeback hatte der 19-Jährige bereits am 9. Juli im Testspiel auswärts gegen SPG FC Pasching/LASK Juniors absolviert. Damals beim 4:2 spielte er eine Hälfte lang. Hinter der Rückkehr steckte viel Aufwand. „Es war eine lange Zeit mit Arbeit. Es war schwierig, aber so im Nachhinein betrachtet, habe ich auch viel daraus lernen können“, sagt Luxbacher.

Danksagung an Kollegen & Betreuer

Gorgon und Grünwald haben mich auf dem Weg zurück sehr unterstützt. Bernhard Luxbacher

Er habe das Positive mitgenommen, sehr viel über seinen Körper erfahren, im mentalen Bereich dazugelernt. Für diese Erfahrungen bedankt sich der im August 2008 vom FC Stadlau zu den Veilchen gekommene Absolvent der Akademie bei allen, die ihn auf dem schwierigen Weg zurück begleitet haben. Bei seiner Familie, der ganzen medizinischen Abteilung mit allen Masseuren und Therapeuten.

Hilfreich zur Seite gestanden sind Luxbacher auch die beiden Alex, Gorgon und Grünwald, die vor kurzem auch lange Zeit außer Gefecht gewesen waren. „Die beiden haben mir sehr viele Tipps gegeben und unterstützt. Sie haben mir immer wieder über ihre eigenen Erfahrungen mit der Verletzung erzählt. Mit Grüni tausche ich mich jetzt noch häufiger aus, das ist sehr hilfreich, meint „Luxi“.

Amateur-Trainer Andreas Ogris war über den guten Zustand seines Schützlings angenehm überrascht. „Er hat sich während der Pause in körperlicher Hinsicht sehr weiterentwickelt und gegen Mattersburg eine gute Leistung gezeigt. Wir wissen, wozu er imstande ist, er hat aber noch Luft nach oben“, resümierte unser früherer ÖFB-Teamstürmer das Comeback von Luxbacher.

Hang zur Kreativität

Der Youngster, der im Privatleben noch solo ist, sieht seine Stärken als Fußballer im technischen Bereich. „Ich bin ein kreativer Spieler, fühle mich in der Offensive wohl, wenn ich meine Freiheiten habe, wenn ich kreativ sein kann“, sagte er über sich und er weiß aber auch, in welchen Bereichen er noch Aufholbedarf hat. Diese sieht er in der Defensive und im Kopfballspiel. Das seien Punkte, wo er sich noch verbessern könne.
 
Die Ziele von Luxbacher, dessen älterer Bruder Daniel für den SCR Altach kickt, lauten wie folgt: Einsatzminuten in der Bundesliga sammeln, öfter spielen und so bald wie möglich Stammspieler werden. Sein Debüt in der obersten Spielklasse hat unser Linksfuß übrigens am 23. November 2013 gefeiert. Beim 5:0-Erfolg über Wacker kam „Luxi“ in der 76. Minute für Philipp Hosiner ins Spiel.
 
Vor und nach Innsbruck gehörte der Mann mit der Rückennummer 22 auf seinem Trikot gegen den Wolfsberger AC (1:0/heim am 9.11.2013) bzw. SV Grödig (0:1/auswärts am 30.11.2013) dem violetten Kader in der Bundesliga an. Nach der Winterpause wollte Luxbacher, dessen Vorbild der Spanier Andres Iniesta ist, im Frühjahr durchstarten und so zu mehr Spielzeit kommen. Doch dann passierte im Testspiel in Belek gegen Dynamo Dresden (0:0) Mitte Jänner die schwere Verletzung.