Profimannschaft 29.08.2014, 11:50 Uhr

FÜR SHIKOV FEHLTE AUCH DAS "QUÄNTCHEN GLÜCK"

Zuerst gastiert Vanche Shikov mit der Austria bei der Admira, dann mit seinem Heimatland bei Europameister Spanien.

Für Shikov fehlte auch das "Quäntchen Glück"

Der FK Austria Wien will seinen Aufwärtstrend, den die Elf von Gerald Baumgartner zuletzt auch im Derby in der Generali-Arena gezeigt hat, jetzt auch in der Fremde fortsetzen. Am Samstag (19:00 Uhr) in der BSFZ Arena wartet der Tabellennachbar Admira Wacker auf die Veilchen.

Die Leistung gegen Rapid (2:2) gibt Hoffnung, dass diesmal endlich der erste Saisonsieg in der Meisterschaft gelingt. „Mit Unentschieden kommen wir nicht weiter. Selbstverständlich herrscht unter uns Spielern und natürlich ebenso bei unseren Fans Enttäuschung“, gibt unser Innenverteidiger Vanche Shikov zu.

Es fehlt nur an Kleinigkeiten. In Wahrheit ist es auch das Quäntchen Glück, dass wir den ersten vollen Erfolg einfahren. Gelingt er, könnten wir durchstarten. Vanche Shikov

Man sei zuletzt immer ganz knapp dran gewesen. „Es fehlt wirklich nur an Kleinigkeiten. In Wahrheit ist es auch das Quäntchen Glück, dass wir den ersten vollen Erfolg einfahren. Gelingt er, könnten wir durchstarten“, hofft der Mazedonier, der seit 1. Juli 2014 ein Veilchen ist, auf die violette Wende zum Besseren.

Zuerst Südstadt, dann Valencia

Diese käme vor der Liga-Pause wegen der Länderspiele zur rechten Zeit. „Mit einem Erfolgserlebnis zum Nationalteam zu reisen, wäre für mich schön“, meint der 29-Jährige vor seinem 34. Länderspiel (3 Tore) am 8. September (20:45 Uhr) zum Auftakt der EM-Qualifikation in Valencia gegen Spanien.

Weitere Gegner in der Gruppe C sind Weißrussland, Luxemburg und die Slowakei. Über den ersten Gegner, den Weltmeister 2010 sowie EM-Champion 2008 und 2012, brauche man nicht viele Worte zu verlieren. Das werde eine ganz schwierige Aufgabe, noch dazu auswärts, sagt Shikov und fügt hinzu: „Für mich liegt der Fokus zuerst total auf der Admira!“

Aber der 1,92 Meter Hüne, der in den Nachwuchsauswahl seiner Heimat 23 Länderspiele (ebenfalls 3 Tore) bestritt, macht kein Geheimnis daraus, dass ihm die bevorstehende Teamreise Abwechslung bringt. „Durch den Druck bei der Austria, der wegen des holprigen Saisonstarts da ist, kommt das Länderspiel für mich nicht so ungelegen.“

Angetan vom Support im Derby: Vanche Shikov

Unser Mann mit der Rückennummer vier auf dem Dress, der in Kavadarci, einer 28.000 Einwohner zählenden Stadt in Zentralmazedonien geboren worden ist, schwärmt übrigens noch immer über das „größte Derby in Österreich“ und die tolle Stimmung. Für ihn sei es eine „Herzensfreude“ gewesen, das miterleben zu dürfen.

„Ich wünsche es jedem, diese Atmosphäre einmal kennenzulernen“, sagt Shikov, der im 310. Derby mit 83,3 Prozent an gewonnenen Duellen der zweikampfstärkste Spieler auf dem Platz war. Glücklich wäre er jedoch nur dann gewesen, wenn die Austrianer als Sieger in die Kabine gegangen wären. Was ja auch möglich gewesen wäre.

„Wir haben sehr gut begonnen und sind, wie man es sich wünscht, in der ersten Minute in Führung gegangen. Dann blieben wir jedoch irgendwie stehen und haben es trotz der neuerlichen Führung in der zweiten Hälfte leider nicht geschafft, den Vorsprung über die Distanz zu bringen“, resümierte er seine Derby-Premiere.

Gegen Rapid hat der Legionär wie eine Woche zuvor in Graz gegen Sturm (1:1) durchgespielt. In der ersten Runde (1:1/heim SV Grödig) und in der vierten (2:2/auswärts Wr. Neustadt) war er auf der Bank gesessen, gegen den WAC (2. Runde/0:4/a) wurde Shikov kurz nach Beginn ausgeschlossen und gegen SCR Altach (0:0/h) war er gesperrt.

Abseits des Rasens ist unser Teamverteidiger, der am 1. Juli 2014 von Wolyn Lutsk aus der Ukraine an den Verteilerkreis übersiedelt ist und davor in seiner Heimat sowie auf Zypern und in Griechenland engagiert war, längst angekommen. „Es ist bekannt, dass Wien eine der schönsten Städte der Welt ist“, macht er seiner Wahlheimat Komplimente.

Mittlerweile habe er auch schon Zeit gefunden, sich im neuen Umfeld zurechtzufinden. „Ich fühle mich hier sehr wohl.” Vollauf glücklich sei er nur dann, wenn der kleine Schalter im Spiel umgelegt werde und sein Klub den ersten Saisonsieg lande. Vielleicht ist es am Samstag in der Südstadt soweit? Darauf hofft nicht nur Shikov, sondern die ganze Austria-Familie.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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