Bundesliga 18.08.2014, 13:28 Uhr

"MEHR SPIELANTEILE, ABER NUR BIS ZUM STRAFRAUM"

Austria-Trainer Gerald Baumgartner und Sportvorstand Thomas Parits analysieren das Remis in Graz.

"Mehr Spielanteile, aber nur bis zum Strafraum"

Mehr Torschüssen (15:12), mehr Ballbesitz (61 Prozent) eine bessere Passquote (75 Prozent) und mehr Flanken (10:4) steht eine knapp schwächere Quote an gewonnenen Zweikämpfen gegenüber (48 Prozent) – am Ende lautete das Resultat gegen den SK Sturm dennoch wieder Unentschieden. Zufall? Ist es nie. Sämtliche Statistiken schönen nicht, dass es zurzeit an offensiver Durchschlagsfähigkeit fehlt.

Wir hatten auch nach der Pause mehr Spielanteile, aber nur bis zum Strafraum. Thomas Parits

Austria-Trainer Gerald Baumgartner: „Wir haben in der ersten Halbzeit gut gegen den Ball gearbeitet, haben viele Bälle schnell zurückerobert, konnten Sturm dadurch auch immer wieder gefährlich werden. Es war ein laufintensives Spiel unserer Mannschaft. In der zweiten Spielhälfte hätten wir schon das eine oder andere Mal besser durchkommen können. Das ist dann zu wenig.“

„Wir haben gute Chancen nicht genutzt, zum Beispiel nach dem 0:1 von Damari. Beim Gegentor waren es keine individuelle Fehler. Wir verloren, bezeichnend in so einer Phase, zwei Pressbälle. Es ist vom Ergebnis her zu wenig.“

Sportvorstand Thomas Parits: „Wir hatten auch nach der Pause mehr Spielanteile, aber nur bis zum Strafraum. Die richtigen Möglichkeiten haben gefehlt. Defensiv standen wir gut, haben kaum etwas zugelassen. Zurzeit ist das aber zu wenig.“

Bilder des Spiels

Jubiläum für Heinz Lindner

Auffälligstes Veilchen war Marco Meilinger. Der offensive Außenbahnspieler führte 21 Zweikämpfe und wurde sechs Mal regelwidrig zu Fall gebracht – so viele Foulspiele musste kein anderer Akteur auf dem Platz einstecken. Die meisten Ballkontakte hatte Markus Suttner (98). Manuel Ortlechner gewann 88,9 Prozent aller Zweikämpfe, zudem ging unser Kapitän gemeinsam mit Mario Leitgeb in 100 Prozent der Kopfballduelle als Sieger hervor. Und noch ein "Hunderter": Heinz Lindner stand zum 100. Mal in Folge in Austrias Startelf.

Tabellarisch betrachtet haben wir trotzdem weiter an Boden verloren. Nach fünf Spieltagen halten wir bei Platz neun, treffen am kommenden Sonntag auf das siebtplatzierte Rapid. Von einem Startplatz für die Europa-League-Qualifikation trennen uns zurzeit drei Zähler, Grödig hält als Vierter bei sieben Punkten. Von Rang zwei, der heuer zum Qualifikation-Antritt für die Champions League berechtigt, indes elf Punkte. Der WAC und Salzburg erwischten einen Start nach Maß und ohne Punktverlust.

Unsere Gegner in den kommenden drei Bundesliga-Runden: Rapid (H/Ticket-Infos), Admira (A) und Ried (H/Ticket-Infos).

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