Allgemeine News 15.07.2014, 15:29 Uhr

VORSTAND PARITS STEHT EINE BESONDERE SAISON BEVOR

Mitte Juli begann König Fußball auch in Österreich wieder zu regieren. Zuerst im ÖFB-Samsung-Cup mit den Erstrunden-Spielen (11. bis 13.) und eine Woche später (19./20.) in der tipico-Bundesliga. Während das Spieljahr 2014/15 für Chefcoach Gerald Baumgartner eine neue Ära im Oberhaus einläutet, beginnt für Thomas Parits die lange Abschiedstour als AG-Sportvorstand des FK Austria Wien.

Vorstand Parits steht eine besondere Saison bevor

In der Sommerpause wurde der Vertrag von Parits vom Aufsichtsrat um ein Jahr verlängert. Dann macht der Ex-ÖFB-Teamstürmer (27 Einsätze), der im Oktober 2006 von Frank Stronach zum Generalmanager ernannt wurde und nach dem Abgang des Mäzen seit 1. Juli 2008 das Amt des Sportchefs innehat, Schluss. Der Einigung waren drei sehr gute Gespräche mit Austria-Präsident Wolfgang Katzian vorausgegangen.

„Ich habe hier eine super Zeit verbracht und ich hoffe, dass auch die letzte Saison so sein wird. Die Austria hat jetzt Zeit, in Ruhe einen Nachfolger zu finden“, sagte Parits, der mit den Veilchen als Spieler, Cheftrainer und Sportvorstand den Meistertitel geholt hat sowie als Aktiver 1977/78 im Pariser Cupsieger-Europacup-Finale stand und als Sportchef 2013 das Debüt in der Gruppenphase Champions League mitfeiern durfte.

Parits hofft, dass seine letzte Saison eine erfolgreiche wird, nachdem die Violetten heuer als undankbarer Liga-Vierter eine neuerliche Europacup-Teilnahme verpasst haben. „Es wäre wunderbar, könnte ich mit einem Titel abtreten. Das ist mein größer Wunsch“, meinte der Funktionär, der diesbezüglich auf den Cup-Spezialisten Baumgartner baut. Dieser hat 2012 (Triumph mit Drittligist FC Pasching über Austria) und 2013 (mit Erste Liga-Klub SKN St. Pölten) jeweils das Endspiel im Pokal erreicht.

Nach meiner Karriere werde ich alles weiter verfolgen Thomas Parits

Die Suche des neuen AG-Sportvorstandes ist violette Präsidenten-Sache. Sollte Katzian einen geeigneten Mann früher als vor Saisonende im Mai 2015 gefunden haben, dann würde Parits kein Problem damit haben. „Ein paralleles Arbeiten wird nicht nötig sein. Wenn ein Nachfolger bestimmt ist, kann es sein, dass ich im März oder April meine vielen Urlaubstage konsumiere und vorzeitig gehe“, sagte Parits.

Der Abschied im Guten, egal ob dieser früher oder später erfolgt, bedeutet aber nicht, dass Parits dem Fußball ganz den Rücken kehrt. „Nein, auf keinen Fall. Ich werde alles weiter verfolgen und auch zu den Spielen kommen. Aber ich werde am 7. Oktober 68 Jahre, einmal soll man auch die Pension genießen“, verriet der frühere Legionär (Deutschland, Spanien), der versicherte, kein neues, aktives Amt im Fußball übernehmen zu wollen.

Auf Parits wartet dann ohnehin eine Aufgabe, die er im Laufe seiner insgesamt 50 Jahre währenden Bindung zum Fußball als aktiver Spieler im In- und Ausland als engagierter Funktionär oft vernachlässigen musste: Die Familie.

Doch zuvor gelte der ganze Fokus der neuen Saison!

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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