Profimannschaft 01.08.2014, 08:22 Uhr

LINDNER FORDERT KOMMUNIKATION UND VERANTWORTUNG EIN

Das Gute am Fußball sei, dass man schnell die Möglichkeit erhalte, die Fehler auszubessern – egal, ob nach einem positiven oder negativen Spiel.

Lindner fordert Kommunikation und Verantwortung ein

„Am Samstag erwarten uns komplett neue 90 Minuten, da haben wir die Chance, es besser zu machen“, sagt unser Torhüter Heinz Lindner vor dem Treffen mit Aufsteiger SCR Altach in der Generali-Arena (19:00 Uhr/Ticket-Infos).
 
Den missglückten Start in die tipico-Bundesliga mit einem Zähler aus zwei Partien hat der Schlussmann versucht, im trauten Umfeld aufzuarbeiten und abzuhaken. „Jeder hat da seinen eigenen Weg. Ich bin bei meiner Familie in Oberösterreich gewesen, habe ein bisschen abschalten können. Jetzt bin ich wieder frisch zurück“, erzählt Lindner vor der dritten Liga-Runde.
 
Er und seine Kollegen haben den Fokus längst voll und ganz auf die Vorarlberger ausgerichtet. Unser Goalie glaubt jedenfalls nicht, dass sich Wolfsberg und das 0:4 auf das kommende Spiel auswirken könnten. „Wir wollen das ausbügeln und sicher werden wir ein ganz anderes Gesicht zeigen“, verspricht der 24-Jährige, der am 17. Juli Geburtstag gefeiert hat.

Man kann noch so viel darüber sprechen – entscheidend ist, dass man das Angesprochene im Spiel umsetzt. Heinz Lindner

Zur derzeitigen Situation fällt es Lindner schwer, die richtigen Worte zu finden. Er ist der Meinung, dass man genug darüber geredet habe. „Man kann noch so viel darüber sprechen – entscheidend ist, dass man das Angesprochene im Spiel umsetzt. Wir müssen endlich wieder die Leistung, die wir täglich im Training zeigen, auch über 90 Minuten beweisen“, appelliert der Torhüter eindringlich.

Kollektive Aufgabenstellung

Den Vorwurf, dass vielleicht ein Häuptling, ein Chef oder ein Antreiber auf dem Feld fehlt, weist Lindner zurück. Manuel Ortlechner mache seine Sache beispielsweise sehr gut, sagt er und betrachtet den Einwand als kollektive Aufgabe: „Es ist wichtig, dass wir auf dem Platz untereinander viel mehr kommunizieren, dass jeder mit dem anderen redet, egal, ob er die Schleife trägt oder nicht.“
 
Man könne seinen Mund aufmachen und pushen. „Jeder ist gefordert, dass er auf dem Platz eine Führungsrolle übernimmt. Wenn einer seine Aufgabe zu hundert Prozent erfüllt, dann reißt er auch seinen Mitspieler mit und so kommen wir wieder auf die Erfolgsschiene“, fordert unser Teamkeeper jeden einzelnen Spieler auffordert Herz, Leidenschaft und Verantwortung zu zeigen. Es kann nur gemeinsam gehen!
 
Den für die Veilchen ungünstigen Spielverlauf in Wolfsberg allein (Rot Vanche Shikov nach sechs Minuten, 0:1/15. und 0:3/68. durch Foulelfer von Lindner an Standfest, der keiner war) ließ unser Mann mit der Rückennummer 13 nicht für die Niederlage gelten.“Es hat mehr gefehlt“, kritisierte Lindner.
 
Der „schlechte“ Spielfilm dürfe jedenfalls keine Ausrede sein, dass man 0:4 untergegangen ist. „Weil wir sicherlich die Qualität besitzen, von dort Punkte mitzunehmen."
 
Dass das System von Trainer Gerald Baumgartner, der viel Laufarbeit, die Balleroberung möglichst schon in der gegnerischen Spielhälfte und einen schnellen Torabschluss fordert, noch nicht in Fleisch und Blut der Spieler sein könnte, glaubt Linder nicht. „Die Taktik hat jeder begriffen, sie funktioniert im Training, aber im Spiel noch nicht so wie wir uns das alle vorstellen“, gesteht Lindner.

Bilder vom WAC-Spiel
Wie alle Violetten sehnt unser Teamkeeper das erste Erfolgserlebnis in der Bundesliga seit 9. April (3:1 in Wien gegen WAC) herbei, zumal Siege, wie man weiß, Selbstvertrauen verleihen. Lindner täten Erfolge auch im Hinblick auf die Anfang September mit dem Heimspiel gegen Schweden beginnende EM-Qualifikation gut. An das erste Länderspiel der Saison denkt er aber überhaupt noch nicht.
 
Er hat viel mehr andere Dinge im Kopf, die für ihn derzeit Vorrang haben „Wir sind nicht nach unseren Wünschen gestartet, das wollen wir rasch ausbessern. Die Konzentration liegt zuerst auf Altach und ist dann nach Wiener Neustadt ausgerichtet, damit wir die Punkte einfahren und einen schlechten Saisonstart halbwegs ausbügeln“, versichert unser Tormann.

Lindner folgt talentiertes Duo

Hinter Lindner, der in der vorigen Liga-Saison als einziger Spieler aller zehn Klubs alle 36 Partien von der ersten bis zur letzten Minuten bestritten hat, haben mit Osman Hadzikic und Tino Casali zwei Youngster die Routiniers Pascal Grünwald und Ivan Kardum abgelöst. „Mit Ossi und Tino sind wieder zwei gute Torhüter nachgekommen, die wirklich sehr hohe Qualität mitbringen und für ihr Alter ziemlich weit sind“, lobte der „Einser“ seine Kollegen, die über den violetten Nachwuchs den gleichen Weg wie er gegangen sind.
 
Das Trio bildet mit Torhüter-Trainer Franz Gruber, der am Donnerstag seinen 47. Geburtstag feiert, ein sich „gut verstehendes, hart an sich arbeitendes Team“. Es sei für ihn eine Freude, dass er mit seinen 24 Jahren bereits der Gestandene unter den Tormännern sei. „Das ist wahrscheinlich auch nicht alltäglich“, sagt Lindner. Doch ist es eine weitere Bestätigung für die bekannt gute Nachwuchsarbeit der Austria.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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