PRÄSENTATION DES GESCHÄFTSBERICHTS 2017/18

Austria Wien publiziert heuer erstmals einen umfangreichen Geschäftsbericht, der weit über die gesetzlichen Pflichtangaben, die beim Lizenzsenat der Bundesliga, beim Firmenbuch und dem Vereinsregister einzureichen sind, hinausgeht und alle Bereiche des Klubs umfasst. Hier sind die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten zusammengefasst sowie der gesamte Geschäftsbericht 2017/18 als PDF zum Download.

Präsentation des Geschäftsberichts 2017/18

Download des Geschäftsberichts 2017/18 als PDF (hier klicken).

Ein wesentlicher Punkt in unserem Prozess der Internationalisierung und Professionalisierung. Markus Kraetschmer

Der Schwerpunkt des Geschäftsberichts liegt auf dem abgeschlossenen Geschäftsjahr 2017/18, gleichzeitig war es auch unser Anspruch, aktuelle Zahlen, Daten und Fakten bis zum Druckschluss am 29.11.2018 zu berücksichtigen und damit bereits erste Einblicke in die aktuelle Saison 2018/19 zu geben. Am Puls der Zeit konnten damit bereits erste Quervergleiche zur Vorsaison gezogen und aktuelle Entwicklungen aufgezeigt werden. Ein entsprechender Ausblick fällt dadurch deutlich fundierter aus. „Wir glauben, dass ein solcher freiwilliger Bericht in unserer Weiterentwicklung gerade auch in Bezug auf unseren Prozess der Internationalisierung und einer weiteren Professionalisierung ein wesentlicher Punkt ist“, sagt AG-Vorstand Markus Kraetschmer.

Unser Anspruch war es, auch digitale Elemente mit einfließen zu lassen. Markus Kraetschmer

Internationales Benchmarking: Die Erarbeitung des Geschäftsberichts

Die Erarbeitung des Geschäftsberichts stellte auch für die Geschäftsstelle von Austria Wien eine neue Herausforderung dar. Zur Konzeption des Layouts und des Seitenspiegels wurden über 30 nationale und internationale Geschäftsberichte herangezogen und die Erkenntnisse daraus auf Austria Wien heruntergebrochen. Die Recherche umfasste größere, kleinere und mit der Austria vergleichbare Fußballklubs, sowie Vereine aus anderen Sportarten und einige Geschäftsberichte von großen internationalen Wirtschaftsunternehmen.

„Unser Anspruch war es, auch digitale Elemente mit einfließen zu lassen. Deshalb haben wir passend zu den jeweiligen Thematiken QR-Codes zum Einscannen platziert, mit denen man zu Videobeiträgen unseres klubeigenen Viola TV kommt, die die Zahlen und Fakten bildlich und emotional untermalen“, schildert Kraetschmer.

Detaillierter Einblick in alle Bereiche des Klubs

Die neue Ära mit der neuen Generali-Arena hat zwar erst im Sommer begonnen, der Grundstein dafür wurde aber bereits weit früher gelegt. Unter anderem natürlich auch in der Saison 2017/18, die wir in diesem Geschäftsbericht ausführlich Revue passieren lassen und aus verschiedensten Blickwinkeln beleuchten und mit aktuellen Zahlen aus der Saison 2018/19 ergänzen. Der Geschäftsbericht liefert detaillierte Einblicke in alle Bereiche des Klubs, die in folgenden Kapiteln abgebildet werden: Sport, Bildung, S.T.A.R.-Projekt, Fans, Kommunikation, Vermarktung, CSR-Dachmarke: Violett ist mehr und Finanzen.

Finanzen

Ein wesentlicher Eckpfeiler des Geschäftsberichts sind die Finanzen. Der FK Austria Wien konnte in der Saison 2017/18 mit 36,059 Millionen Euro (auf Tausend gerundet) den zweithöchsten Umsatz der Post-Magna Ära erwirtschaften und erzielte einen Jahresüberschuss von 661.000 Euro. Dies gelang trotz höherer Aufwendungen, die allen voran aufgrund des Spielbetriebs im Happel-Stadion und des Trainingsbetriebs in Steinbrunn notwendig waren. Das positive Eigenkapital konnte damit auf 2,022 Millionen Euro erhöht werden. Die Personalkosten-Intensität ist mit 44,25% auf einem im internationalen Vergleich gesunden Niveau.

Entwicklung besonders relevanter Kennzahlen über einen Zeitraum von zehn Jahren

Neben den wesentlichen finanziellen Kennzahlen, die das Jahr 2017/18 abbilden, war es dem FK Austria Wien im Rahmen des ersten Geschäftsberichts im Sinne einer größtmöglichen Transparenz ein Anliegen, die Entwicklung einiger besonders relevanter Kennzahlen auch über einen Zeitraum von zehn Jahren, somit ab Beendigung des Betriebsführungsvertrages mit Magna, darzustellen. Der FK Austria Wien konnte in der Saison 2017/18 den zweithöchsten Gesamtertrag der letzten zehn Jahre erwirtschaften. Das Jahresergebnis war in den letzten zehn Saisonen siebenmal positiv.

Die Entwicklung des Eigenkapitals zeigt in Summe deutlich nach oben, die Personalkostenintensität ging in den letzten zehn Jahren deutlich zurück. Während Austria Wien in der Saison 2009/10 nach der Auflösung des Betriebsführungsvertrags mit Magna ein deutlich negatives Eigenkapital aufzuweisen hatte (- 5,857 Millionen Euro) entwickelte sich dieses in den Folgejahren stetig nach oben und befindet sich aktuell mit 2,022 Millionen Euro auf einem international vergleichbar gesunden Level. Die Personalkostenintensität ging von 79,73% in der Saison 2009/10 auf 44,25% in der Saison 2017/18 zurück.

Erlöspotenziale der neuen Generali-Arena

Die größten Erlöspotenziale im neuen Stadion bieten im Vergleich zur alten Generali-Arena zusätzliche VIP & Hospitality-Einnahmen (2,993 Millionen Euro), Zuseher-Einnahmen (1,560 Millionen Euro), und Erlöse aus der Vermarktung der Event-Location Generali-Arena abseits des Heimspieltags von Austria Wien (0,635 Millionen Euro). Den höheren Einnahmen (in Summe 5,693 Millionen Euro) stehen auch höhere Ausgaben (2,860 Millionen) gegenüber. Das ergibt einen zusätzlichen Deckungsbeitrag von rund 2,833 Millionen Euro durch die neue Generali-Arena.

23,1% Eigenmittel bei der Finanzierung des S.T.A.R.-Projekts

Das S.T.A.R.-Projekt hat ein finanzielles Gesamtvolumen von netto 48 Millionen Euro. Dies umfasst die Investitionen in das Stadion (netto 44,301 Millionen), die Trainingsplätze (netto 1,470 Millionen), die Akademie-Erweiterung (netto 1,800 Millionen) und das Regionale Nachwuchszentrum (0,429 Millionen). Die Finanzierung setzte sich aus dem Kreditvertrag mit der BANK Austria (72,9%), aus Eigenmitteln des FK Austria Wien (23,1%) und aus dem Crowdfinancing (4%) zusammen.

Digitalisierung: 2 Millionen Euro wurden in die IT- und Medieninfrastruktur investiert

Im Rahmen des Stadion-Neubaus wurden insgesamt 2 Millionen Euro in die IT- und Medieninfrastruktur investiert. Das inkludiert unter anderem 400 Displays, 1.728 Netzwerkanschlüsse, 17 Kilometer LWL-Verkabelung und 424 Accesspoints. Weitere wichtige Schritte in Richtung Digitalisierung waren die Umsetzung einer Cashless-Arena mit Open-Loop-System, die fanfreundlichste Variante, bei der die Stadionbesucher kontaktlos mit der eigenen Kredit- und Bankomatkarte bezahlen können, sowie der mobile und digitale Stadionzutritt mit der neuen Austria-App.

Internationalisierung

Der Bereich Internationalisierung soll bei Austria Wien zunächst als Projektorganisation aufgestellt werden, eine Gesamtstrategie wird erarbeitet. Mit Gazprom Export und Synthos gelang es dem Klub bereits, zwei sehr große internationale Partner zu gewinnen. Ansonsten zeichnen die Austria in diesem Bereich bisher vor allem die freundschaftliche Beziehung mit Borussia Dortmund und das Engagement in der European Club Association (ECA) aus.

Fans: Das Erlebnis Spieltag

Zu Jahresbeginn 2018 führte Austria Wien eine große Online-Umfrage zu verschiedenen Themen rund um die Generali-Arena durch. Über 2.000 Austrianer beteiligten sich und arbeiteten damit gemeinsam mit dem ganzen Klub an einem einzigartigen Stadionerlebnis. Zahlreiche Anregungen und Wünsche der Austria-Fans konnten somit frühzeitig erkannt und in der weiteren Planung des Heimspieltages von Austria Wien berücksichtigt und umgesetzt werden.

So gaben etwa zwei Drittel der Teilnehmer an, sich die Tickets in Zukunft online kaufen zu wollen, rund die Hälfte der Befragten möchte die Eintrittskarten direkt auf ihr Smartphone und komplett mobil und digital ins Stadion zutreten, zwei Drittel konnten sich vorstellen, öffentlich zu Heimspielen anzureisen.

Seit dem ersten Heimspiel in der neuen Generali-Arena führt Austria Wien nun regelmäßig Umfragen unter den Austria-Fans durch, sammelt Meinungen und Feedback zum Stadionerlebnis und evaluiert damit die getroffenen Maßnahmen. Der laufende Feedback-Prozess wird die ganze Saison 2018/19 über fortgeführt. Das Sicherheitsgefühl in der neuen Generali-Arena ist außerordentlich hoch. 98 Prozent der Teilnehmer bewerteten das Stadionerlebnis insgesamt mit „sehr gut“ oder „gut“. Auch das Rahmenprogramm wird überwiegend positiv wahrgenommen.

Mitarbeiter aus 39 verschiedenen Nationen arbeiten bei Austria Wien

Eine interne Analyse hat gezeigt, dass in der Saison 2017/18 Menschen aus 39 verschiedenen Ländern (ausländische Staatsbürger oder mit Migrationshintergrund in erster Generation) bei Austria Wien arbeiteten - als Mitarbeiter in der Geschäftsstelle, Trainer, Nachwuchs- oder Profispieler.

„Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung als Fußballklub bewusst. Es ist ein extrem starkes Statement, wenn Personen aus so vielen unterschiedlichen Nationen ohne irgendwelche Probleme tagtäglich zusammenarbeiten und den Begriff der Austria-Familie leben. Das sind Dinge, auf die man stolz sein und herzeigen kann, aber das gehört ganz einfach auch zum Selbstverständnis unseres Klubs. Das ist keine Marketingmasche, sondern tiefe Überzeugung und in unserem Leitbild seit vielen Jahren verankert“, betont Markus Kraetschmer.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 17 45
2. LASK 17 31
3. SKN St. Pölten 17 29
4. RZ Pellets WAC 17 26
5. FK Austria Wien 17 24
6. SK Puntigamer Sturm Graz 17 23
7. TSV Prolactal Hartberg 17 23
8. SK Rapid Wien 17 20
9. SV Mattersburg 17 19
10. FC Wacker Innsbruck 17 16
11. CASHPOINT SCR Altach 17 11
12. FC Flyeralarm Admira 17 11
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